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Gesicht richtig reinigen: 7 Fehler, die deiner Haut nicht guttun

Gesicht richtig reinigen: 7 Fehler, die deiner Haut nicht guttun

Die Gesichtsreinigung gehört zu den selbstverständlichsten Schritten unserer Beauty-Routine. Abschminken, Gesicht waschen – fertig.

Doch gerade bei der Reinigung kann einiges schiefgehen.

Zu heißes Wasser, aggressives Rubbeln, Make-up-Reste oder das Gefühl, die Haut müsse nach der Reinigung richtig „quietschsauber“ sein: Was besonders gründlich klingt, ist nicht automatisch besser für unsere Haut.

Denn eine gute Reinigung soll Make-up, Sonnenschutz, überschüssigen Talg und Verschmutzungen entfernen, ohne die Haut unnötig zu strapazieren.

Und sie legt die Grundlage für alles, was danach kommt.

Reinigung → Serum → Pflege → morgens SPF

Schauen wir uns deshalb an, wie du dein Gesicht richtig reinigst – und welche sieben Fehler du besser vermeiden solltest.

Warum ist die Gesichtsreinigung so wichtig?

Im Laufe des Tages kommt unsere Haut mit ziemlich viel in Kontakt.

Make-up, Sonnenschutz, Talg, Schweiß und verschiedene Umwelteinflüsse sammeln sich auf der Hautoberfläche.

Abends möchten wir diese Rückstände entfernen, bevor wir Serum und Pflege auftragen.

Denn was bringt die schönste Skincare-Routine, wenn darunter noch Make-up und Sonnenschutz vom ganzen Tag sitzen?

Eine gute Reinigung schafft deshalb die Basis für die anschließende Pflege.

Dabei gibt es allerdings einen wichtigen Unterschied:

Sauber bedeutet nicht ausgetrocknet.

Nach der Reinigung sollte sich deine Haut angenehm sauber anfühlen – nicht unangenehm trocken oder gespannt.

Fehler 1: „Quietschsauber“ mit besonders gründlich verwechseln

Kennst du dieses Gefühl?

Du wäschst dein Gesicht und anschließend spannt die Haut so richtig.

Viele interpretieren das als:

„Wow, jetzt ist meine Haut wirklich sauber.“

Das muss allerdings kein gutes Zeichen sein.

Sehr aggressive Reinigung oder ungeeignete Produkte können der Haut Lipide entziehen und ihre natürliche Barriere belasten.

Das Ziel sollte deshalb nicht sein, möglichst viel von der Haut herunterzuwaschen.

Sondern:

So gründlich wie nötig – so sanft wie möglich.

Fehler 2: Viel zu heißes Wasser verwenden

Eine heiße Dusche fühlt sich wunderbar an.

Deine Gesichtshaut braucht allerdings kein heißes Wasser, um sauber zu werden.

Sehr heißes Wasser kann die Haut zusätzlich austrocknen und gerade bei empfindlicher oder trockener Haut unangenehm sein.

Für die tägliche Gesichtsreinigung ist lauwarmes Wasser vollkommen ausreichend.

Fehler 3: Make-up nicht vollständig entfernen

Foundation, Mascara, Brow-Produkte, Concealer …

Wenn du Make-up trägst, solltest du dir abends etwas Zeit für die Reinigung nehmen.

Vor allem rund um Augen, Haaransatz, Nase und Kiefer können leicht Rückstände bleiben.

Und hier passt einer unserer neuen Beauty-Grundsätze wieder perfekt:

Nicht am Kinn aufhören.

Wenn du Foundation oder Sonnenschutz bis zum Hals trägst, sollte dieser Bereich abends auch entsprechend gereinigt werden.

Fehler 4: Sonnenschutz beim Abschminken vergessen

„Heute hatte ich kein Make-up drauf – also muss ich mein Gesicht nicht richtig reinigen.“

Nicht ganz.

Auch Sonnenschutz befindet sich am Ende des Tages noch auf deiner Haut.

Deshalb gehört die abendliche Reinigung auch an No-Make-up-Tagen zu einer guten Routine.

Das ist besonders wichtig, wenn du tagsüber regelmäßig SPF verwendest.

Fehler 5: Zu stark rubbeln

Mehr Druck macht die Haut nicht automatisch sauberer.

Gerade beim Entfernen von Augen-Make-up neigen wir schnell dazu, kräftig über die Haut zu reiben.

Besser:

Lass dein Reinigungsprodukt seine Arbeit machen und gehe sanft mit deiner Haut um.

Auch beim Abtrocknen muss das Gesicht nicht mit dem Handtuch trocken gerubbelt werden.

Sanft tupfen reicht.

Fehler 6: Die Haut zu häufig reinigen

Wenn deine Haut schnell fettig wird, klingt es zunächst logisch:

Öfter waschen = weniger Fett.

So einfach funktioniert unsere Haut allerdings nicht.

Übermäßiges Reinigen kann die Haut unnötig beanspruchen.

Statt dein Gesicht bei jedem glänzenden Moment erneut komplett zu waschen, sollte die Reinigung zu deiner Haut, deinen Produkten und deinem Alltag passen.

Besonders wichtig ist eine gründliche, aber sanfte Reinigung am Abend.

Fehler 7: Nach der Reinigung mit der Pflege warten

Gesicht gereinigt – und jetzt?

Nach der Reinigung beginnt der eigentliche Pflegeteil deiner Routine.

Jetzt kannst du dein Serum und anschließend deine Gesichtscreme auftragen.

Bei Hey Beauty könnte das beispielsweise bedeuten:

Reinigung

Microbiome Serum oder Peptide Serum

Gesichtspflege

morgens Sonnenschutz

So wird die Reinigung nicht zu einem isolierten Schritt, sondern zum Anfang deines Beauty-Rituals.

Muss man das Gesicht morgens UND abends reinigen?

Hier gibt es keine Regel, die für jede Haut identisch funktioniert.

Abends

Die abendliche Reinigung ist besonders wichtig, weil Make-up, Sonnenschutz, Talg und Rückstände des Tages entfernt werden sollen.

Morgens

Morgens ist die Situation anders.

Du musst nicht automatisch dieselbe intensive Reinigung durchführen wie nach einem ganzen Tag mit Make-up und SPF.

Je nach Hauttyp und Routine kann eine sanfte Reinigung ausreichend sein.

Gerade bei trockener oder empfindlicher Haut lohnt es sich, darauf zu achten, wie sich die Haut nach der Reinigung anfühlt.

Was ist Double Cleansing?

Vielleicht hast du den Begriff schon auf Social Media gehört.

Double Cleansing bedeutet Doppelreinigung.

Dabei werden zwei Reinigungsschritte miteinander kombiniert.

Der erste Schritt dient vor allem dazu, Make-up und Sonnenschutz zu lösen. Anschließend folgt ein zweiter Reinigungsschritt für die Haut.

Das kann besonders bei stärkerem Make-up oder schwer zu entfernendem Sonnenschutz interessant sein.

Aber:

Nicht jede Haut braucht jeden Abend Double Cleansing.

Wenn ein einzelnes Reinigungsprodukt Make-up, SPF und Rückstände zuverlässig entfernt und deine Haut damit gut zurechtkommt, musst du deine Routine nicht künstlich verlängern.

Auch hier gilt bei Hey Beauty:

So viel wie nötig. So wenig wie möglich.

Reinigung und Hautbarriere – was hat das miteinander zu tun?

Eine ganze Menge.

Unsere Hautbarriere schützt die Haut unter anderem vor übermäßigem Feuchtigkeitsverlust und äußeren Einflüssen.

Eine sehr aggressive Reinigung kann diese natürliche Schutzfunktion unnötig beanspruchen.

Deshalb sprechen wir bei Hey Beauty so häufig über Balance.

Nicht alles Fett muss weg.

Nicht jede Haut muss sich nach der Reinigung komplett entfettet anfühlen.

Und nicht mehr Reinigung bedeutet automatisch bessere Haut.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, kannst du auch unseren Beitrag „Hautbarriere stärken: 7 Tipps für eine gesunde, ausgeglichene Haut“ lesen.

Und was hat das Hautmikrobiom damit zu tun?

Auch auf unserer Haut leben zahlreiche Mikroorganismen – zusammen bilden sie das sogenannte Hautmikrobiom.

Das klingt im ersten Moment vielleicht ungewohnt.

Aber genau deshalb ist die Vorstellung:

„Ich muss meine Haut komplett keimfrei reinigen“

bei der normalen täglichen Gesichtspflege nicht das Ziel.

Eine sanfte Reinigung und eine ausgewogene Pflegeroutine passen viel besser zu unserem Verständnis moderner Hautpflege.

Mehr dazu findest du in unserem Artikel „Hautmikrobiom: Was ist das und warum ist es so wichtig für deine Haut?“

Was kommt nach der Reinigung?

Jetzt kommt der schöne Teil. 😍

Nach der Reinigung kannst du deine Pflege passend zu deinem Hautbedürfnis auswählen.

Bei Hey Beauty gibt es beispielsweise zwei unterschiedliche Serumrichtungen:

Microbiome Serum

Wenn dein Fokus auf Feuchtigkeit, Hautbalance und Unterstützung der natürlichen Hautbarriere liegt, kann das Microbiome Serum ein passender nächster Schritt sein.

Peptide Serum

Wenn du deine Pflege stärker auf Feuchtigkeit, Elastizität und ein glatter bzw. praller wirkendes Hautbild ausrichten möchtest, ist das Peptide Serum interessant.

Wichtig:

Du brauchst nicht automatisch beide.

Wähle deine Hautpflege nach deinem Hautbedürfnis – nicht danach, wie viele Produkte gerade auf Social Media verwendet werden.

Gesicht reinigen – aber bitte den Hals nicht vergessen

Wir haben es schon beim Serum gesagt und sagen es wieder:

Deine Skincare endet nicht am Kinn.

Wenn du Make-up, Pflege oder Sonnenschutz auf dem Hals verwendest, solltest du diesen Bereich auch bei der Reinigung berücksichtigen.

Danach kannst du deine geeignete Pflege wieder über:

Gesicht → Kieferlinie → Hals

verteilen.

So wird daraus eine zusammenhängende Routine.

Eine einfache Abendroutine

Du brauchst keine zehn Produkte im Badezimmer.

Eine unkomplizierte Routine kann bereits so aussehen:

1. Make-up und SPF gründlich entfernen

2. Gesicht sanft reinigen

3. Serum passend zum Hautbedürfnis auftragen

4. Gesicht und Hals pflegen

Fertig.

Hautpflege darf effektiv sein, ohne kompliziert zu werden.

Fazit: Gute Hautpflege beginnt bei der Reinigung

Seren, Peptide, Hyaluronsäure und Präbiotika bekommen viel Aufmerksamkeit.

Aber bevor wir über all diese Wirkstoffe sprechen, kommt ein wesentlich einfacherer Schritt:

Reinigung.

Entferne Make-up, Sonnenschutz und Rückstände gründlich, aber behandle deine Haut dabei sanft.

Verzichte auf unnötiges Rubbeln und sehr heißes Wasser.

Und verabschiede dich von der Vorstellung, dass deine Haut nach der Reinigung unbedingt „quietschsauber“ und gespannt sein muss.

Denn gute Reinigung bedeutet nicht:

Alles muss runter.

Sondern:

Was weg muss, darf weg – die Haut selbst behandeln wir mit Respekt.

Häufige Fragen zur Gesichtsreinigung

Wie oft sollte man sein Gesicht reinigen?
Eine gründliche Reinigung ist besonders am Abend wichtig. Wie intensiv du morgens reinigen solltest, hängt unter anderem von deinem Hauttyp und deiner Routine ab.

Muss ich mein Gesicht reinigen, wenn ich kein Make-up trage?
Ja, besonders wenn du tagsüber Sonnenschutz verwendest. Außerdem sammeln sich Talg, Schweiß und andere Rückstände auf der Haut.

Warum spannt meine Haut nach der Reinigung?
Spannungsgefühle können darauf hinweisen, dass die Reinigung für deine Haut zu stark oder austrocknend ist. Auch sehr heißes Wasser kann eine Rolle spielen.

Ist Double Cleansing jeden Abend notwendig?
Nein. Double Cleansing kann bei Make-up und bestimmten Sonnenschutzprodukten sinnvoll sein, ist aber nicht für jede Haut und jede Routine zwingend notwendig.

Was kommt nach der Gesichtsreinigung?
In einer einfachen Routine folgt nach der Reinigung das Serum, anschließend die Gesichtspflege und morgens als letzter Schritt Sonnenschutz.

Sollte ich meinen Hals ebenfalls reinigen?
Wenn du dort Make-up, Pflege oder Sonnenschutz verwendest, solltest du auch den Hals bei der abendlichen Reinigung berücksichtigen.

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